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Hermann Heimpel
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Hermann Heimpel (* 19. September 1901 in MĂŒnchen; † 23. Dezember 1988 in Göttingen) war ein deutscher Historiker mit dem Forschungsschwerpunkt SpĂ€tmittelalter.

Vor allem arbeitete Heimpel ĂŒber die Reichs- und Kirchenreform des SpĂ€tmittelalters. Er lehrte als Professor fĂŒr Mittlere und Neuere Geschichte an den UniversitĂ€ten Freiburg (1931–1934) und Leipzig (1934–1941), an der ReichsuniversitĂ€t Straßburg (1941–1945) und an der UniversitĂ€t Göttingen (1946–1955). In den Jahrzehnten nach 1945 prĂ€gte Heimpel wesentlich die deutsche MediĂ€vistik. Zugleich wirkte er in der Nachkriegszeit maßgeblich in der Wissenschafts- und Bildungspolitik. Heimpel betrieb in den 1950er Jahren erfolgreich die GrĂŒndung des Göttinger Max-Planck-Instituts fĂŒr Geschichte und war von 1957 bis 1971 dessen erster Direktor. Dadurch gelang es ihm, neben der UniversitĂ€t eine zweite einflussreiche Einrichtung fĂŒr die MediĂ€vistik zu etablieren. Göttingen stieg zu einem Zentrum der Mittelalterforschung auf. Heimpel gehörte zu den wenigen Historikern, die ĂŒber ihre Verstrickungen in der Zeit des Nationalsozialismus öffentlich reflektierten. Seit dem Frankfurter Historikertag von 1998 wird sein VerhĂ€ltnis zum Nationalsozialismus in der Geschichtswissenschaft kontrovers diskutiert.

Contents

‱ Leben
‱ Werk
‱ Wirkung
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Leben

FrĂŒhe Jahre

Die vĂ€terlichen Vorfahren von Hermann Heimpel kamen aus Lindau, die Vorfahren der Mutter stammten aus den Niederlanden.cite-ref-1[1] Heimpel wurde in MĂŒnchen als Sohn von Jeanette Elisabeth Heimpel geborene Brack (1869–1948) und des Eisenbahningenieurs und -direktors Hermann Martin Heimpel (1859–1939) in eine evangelisch-lutherische Familie hineingeboren. Sein Vater gehörte zu den Pionieren der Elektrifizierung der Eisenbahn. Von Murnau nach Oberammergau baute er die erste elektrifizierte Strecke der Bayerischen Lokalbahn AG.cite-ref-2[2]

Als 1901 Geborener zĂ€hlte Heimpel zur „Kriegsjugendgeneration“.cite-ref-3[3] Er gehörte damit einer Generation an, die den Ersten Weltkrieg als Kinder oder Jugendliche von zu Hause miterlebte. In der bedeutsamen Phase ihrer Sozialisation konnte sich diese Generation nicht an mĂ€nnlichen Vorbildern orientieren, da ihre VĂ€ter an der Front kĂ€mpften. Nach dem viel zitierten Buch von Ernst GĂŒnther GrĂŒndel aus dem Jahr 1932 war eine direkte Folge „die ungewöhnlich frĂŒhe Erschließung der Kindesseele fĂŒr das große Ganze, fĂŒr völkische, gesellschaftliche und schließlich auch internationale Belange und fĂŒr das kollektive Erleben ĂŒberhaupt“.cite-ref-4[4] Daraus sei eine neue Generation der „Sachlichkeit“ entstanden, die Sachliches ĂŒber Persönliches gestellt habe.cite-ref-5[5]

Heimpel erhielt seine schulische Ausbildung am Theresien-Gymnasium MĂŒnchen. Dort freundete er sich mit Albrecht Haushofer an. Im April 1920 kĂ€mpfte Heimpel im „Freikorps Epp“ im Ruhrgebiet gegen die Rote Ruhrarmee. Er studierte von 1920 bis 1924 Geschichte, Germanistik und Staatswissenschaften an den UniversitĂ€ten MĂŒnchen und Freiburg. Den Putschversuch von Adolf Hitler am 8. November 1923 im MĂŒnchener BĂŒrgerbrĂ€ukeller erlebte er als Augenzeuge mit.cite-ref-6[6] In MĂŒnchen waren Siegmund Hellmann und Rudolf von Heckel als akademische Lehrer fĂŒr Heimpel besonders prĂ€gend. Bei Heckel erwarb er Kenntnisse in PalĂ€ographie, Editionstechnik und Mittellatein. Hellmann ebnete Heimpel durch persönliche Empfehlungsschreiben den Weg nach Freiburg.cite-ref-7[7] Dort knĂŒpfte er enge Kontakte mit Arnold Berney und Rudolf Stadelmann. Bei dem nationalkonservativen Professor fĂŒr Mittlere Geschichte Georg von Below wurde Heimpel 1924 in Freiburg mit noch nicht 23 Jahren mit einer wirtschaftsgeschichtlichen Studie zum Gewerbe der Stadt Regensburg im Mittelalter promoviert. Die Dissertation wurde in erweiterter Fassung 1926 veröffentlicht.cite-ref-8[8] Below war ein entschiedener Feind der Demokratie und der Weimarer Republik. Heimpel versicherte spĂ€ter, dass Below „die Studenten mit seinen politischen Überzeugungen und KĂ€mpfen“ verschont habe.cite-ref-9[9] Völlig wirkungslos blieb die politische Haltung des Lehrers auf seine Studenten aber wohl nicht, denn sie forderte letztlich zur Zustimmung oder Distanzierung heraus.cite-ref-10[10]

Nach seiner Promotion wechselte Heimpel zu Heinrich Finke, bei dem er auch vier Jahre lang wohnte.cite-ref-11[11] Von 1924 bis 1927 arbeitete er an Finkes Edition der Akten des Konzils von Konstanz (Acta Concilii Constantiensis) mit. 1927 habilitierte er sich bei Gerhard Ritter, Georg von Below und Heinrich Finke fĂŒr Mittlere Geschichte an der UniversitĂ€t Freiburg mit der Arbeit König Sigismund und Venedig. Die Arbeit blieb unveröffentlicht. Heimpel heiratete am 11. April 1928 die promovierte PĂ€dagogin Elisabeth Michel. Sie war eine Tochter des Geheimen Justizrats und Vorstandsmitglieds der I.G. Farben Oskar Michel. Aus der Ehe gingen fĂŒnf Kinder hervor, Erika, der Professor der Medizin in Ulm Hermann Heimpel (1930–2014), Elisabeth, der Soziologe Christian Heimpel (* 1937),cite-ref-12[12] und der Orientalist Wolfgang Heimpel (* 1940). Ebenfalls 1928 wurde Heimpel Assistent von Ritter in Freiburg. Dank seiner rhetorischen FĂ€higkeiten ĂŒbte er mit seinen Vorlesungen eine große Wirkung aus. Noch vor seinem dreißigsten Geburtstag wurde er 1931 in Freiburg als Nachfolger von Erich Caspar auf den Lehrstuhl seines Lehrers Georg von Below berufen. 1932 erschien Heimpels großes Werk ĂŒber Dietrich von Nieheim.cite-ref-13[13] Ein Jahr spĂ€ter veröffentlichte er eine Edition von Dietrichs Dialog ĂŒber Union und Reform der Kirche im Jahr 1410 (De modis uniendi et reformandi ecclesiam in concilio universali).

Forschung und LehrtĂ€tigkeit im Nationalsozialismus (1933–1945)

Da Heimpel bereits vor 1933 Professor war und sich auch in einer gefestigten beruflichen Position befand, war er zu keinen grĂ¶ĂŸeren politischen ZugestĂ€ndnissen gegenĂŒber dem NS-Regime gezwungen.cite-ref-14[14] Der NSDAP trat er nicht bei, doch war er Mitglied des NS-Dozentenbundes. Heimpel hatte zwar kein Parteibuch, zĂ€hlte aber nicht zu den Regimegegnern. Er begrĂŒĂŸte die MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten. In seinen VortrĂ€gen feierte er 1933 die „nationale Revolution“.cite-ref-15[15] In seiner 1933 gehaltenen und dem Freiburger Rektor Martin Heidegger gewidmeten Rede Deutschlands Mittelalter – Deutschlands Schicksal ordnete er das Mittelalter in die nationalsozialistische Ideologie ein. Der politische Wille des Dritten Reiches nehme vom Klang des mittelalterlichen Reiches „das auf, was der Gegenwart Reich sein soll: Einheit, Herrschaft des FĂŒhrers, abendlĂ€ndische Sendung“.cite-ref-16[16] Heimpel sah das „Dritte Reich“ der Nationalsozialisten als die legitime Fortsetzung des „mittelalterlichen Reiches“cite-ref-17[17] und des deutschen Kaiserreichscite-ref-18[18] an. Am 14. November 1933 erklĂ€rte er in einer Vorlesung Deutsche Geschichte im spĂ€teren Mittelalter vor seinen Freiburger Studenten Adolf Hitler zu ihrem „FĂŒhrer zur Freiheit, zu einem neuen Deutschland, zu einem neuen Abendland“.cite-ref-19[19] Heimpel sah Deutschland in seiner Geschichte als Opfer Frankreichs an. Er meinte, die Politik der mittelalterlichen deutschen Könige sei nicht aus expansionistischen Bestrebungen „imperialistisch“ gewesen; vielmehr hĂ€tten sie aus „Sorge fĂŒr den Glauben, fĂŒr die Reinheit der Kirche an Haupt und Gliedern“ und aus „Sorge fĂŒr den gottgewollten Zustand der Welt“ gehandelt. Die französische Politik seit dem 12. Jahrhundert hingegen deutete er als „Ausbreitungspolitik gegen Deutschland“, die nun ihr Ende erreicht habe.cite-ref-20[20] Johannes Fried sieht in diesen „Vorreden“ gegenĂŒber den Studenten zu Beginn des Wintersemesters 1933/34 ein „den Terror verherrlichende[s] Pathos“ zutage treten.cite-ref-21[21] Josef Fleckenstein deutete Heimpels 1933 gehaltene Rede Deutschlands Mittelalter – Deutschlands Schicksal als Höhepunkt von dessen AnnĂ€herung an das NS-Regime.cite-ref-22[22] Gegen Fleckenstein hat Frank Rexroth darauf hingewiesen, dass es auch aus spĂ€teren Jahren Ă€hnliche Äußerungen Heimpels gibt.cite-ref-23[23]

Politisch engagierte sich Heimpel nicht. Nach EinschÀtzung Klaus P. Sommers könnte er der DDP, der DVP und im September 1930 der SPD seine Stimme gegeben haben.cite-ref-24[24] Heimpel selbst gab 1946 in alliierten Fragebögen an, im November 1932 und im MÀrz 1933 die DVP gewÀhlt zu haben.cite-ref-25[25]

1934 wurde Heimpel ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Im selben Jahr wechselte er an die UniversitĂ€t Leipzig.cite-ref-26[26] Dort trat er die Nachfolge seines frĂŒheren Lehrers Hellmann an, der von den Nationalsozialisten schon im April 1933 entlassen worden war. Heimpel berichtete in einer in seinem Nachlass aufgefundenen und nicht publizierten WĂŒrdigung Hellmanns von einem GesprĂ€ch desselben mit Heimpel und dessen Schwester Wilma in der Silvesternacht 1932/33. Darin hatte Hellmann vorhergesagt, dass er nach einem vermutlichen Regierungsantritt der Nationalsozialisten mit seiner rechtswidrigen Entlassung im FrĂŒhjahr 1933 rechne. In einem Brief vom 3. Mai 1933 erinnerte Hellmann Heimpel an seine Aussage in der Silvesternacht, die Heimpel nicht hatte glauben wollen. In der Silvesternacht hatte Hellmann sich auch Heimpel als Nachfolger gewĂŒnscht.cite-ref-27[27] Der jĂŒdische Gelehrte wurde im Zuge des von den Nationalsozialisten am 7. April 1933 eingefĂŒhrten sogenannten Berufsbeamtengesetzes entlassen. Hellmann geriet in wirtschaftliche Not und musste Heimpel 1935 um ein Darlehen bitten. Der Kontakt zwischen ihnen endete mit Hellmanns Dank dafĂŒr.cite-ref-28[28] Hellmann lebte die nĂ€chsten Jahre zurĂŒckgezogen. 1942 wurde er deportiert und im KZ Theresienstadt ermordet. Anne Christine Nagel zufolge zĂ€hlt Heimpels 1952 in der Historischen Zeitschrift veröffentlichter Nachruf „zu den raren EingestĂ€ndnissen von Schuld und Scham ĂŒber die Behandlung der jĂŒdischen Kollegen wĂ€hrend des Dritten Reichs“.cite-ref-29[29]

Heimpels Leipziger Antrittsvorlesung behandelte das Thema Alexander von Roes und das deutsche Selbstbewußtsein des 13. Jahrhunderts.cite-ref-30[30] Ein Jahr nach seiner Berufung nach Leipzig wurde Heimpel am 5. Juni 1935 ordentliches Mitglied der SĂ€chsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.cite-ref-31[31] Bis 1941 lehrte er als Professor fĂŒr Mittlere Geschichte in Leipzig. Ein enger Kontakt entstand in dieser Zeit mit Herbert Grundmann, dessen Interesse fĂŒr spĂ€tmittelalterliche Geistesgeschichte Heimpel teilte. Gemeinsam bearbeiteten die beiden Gelehrten die Edition der Schriften Alexanders von Roes fĂŒr die Monumenta-Reihe Staatsschriften des spĂ€teren Mittelalters.

Heimpels VerhĂ€ltnis zur nationalsozialistischen Ideologie in seiner Zeit als Leipziger Hochschullehrer blieb zwiespĂ€ltig. Ohne Vorbehalte unterstĂŒtzte er in Jena seinen SchĂŒler Eberhard Otto, einen SS-Angehörigen und Propagator des Germanen- und FĂŒhrerkultes, gegen Michael Seidlmayer, den er 1942 in einem Brief an Rudolf Stadelmann als „subalternen Zentrumskröterich“ bezeichnete. Zugleich förderte er Hermann Mau, der dem Nationalsozialismus kritisch gegenĂŒberstand.cite-ref-32[32]

Seit 1936 gehörte Heimpel der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften an. Seine Mitgliedschaft dauerte 52 Jahre und damit lĂ€nger als die jedes anderen der 150 Mitglieder seit dem GrĂŒndungsjahr 1850.cite-ref-33[33] AnlĂ€sslich der 1936 mit großem propagandistischem Aufwand gefeierten tausendsten Wiederkehr des Todestages Kaiser Heinrichs I. veröffentlichte Heimpel einen Beitrag in der nationalsozialistisch ausgerichteten Zeitschrift Vergangenheit und Gegenwart. Dort fragte er nach den Bedingungen fĂŒr die Entstehung des „Ersten Reiches“. Solche BeitrĂ€ge gehörten zu den zeittypischen Schwerpunkten der MediĂ€vistik. Noch zwei Monate vor Kriegsbeginn war Heimpel anscheinend von der Friedfertigkeit der Außenpolitik Hitlers ĂŒberzeugt.cite-ref-34[34] Im selben Jahr zeigte er in einer am französischen Nationalfeiertag (14. Juli 1939) gehaltenen Rede seine Abneigung gegen Frankreich. Unter einer Huldigung des „FĂŒhrers des Dritten Reiches“ bezeichnete er Frankreich als das Land einer „Fremde besonderer Art“, als „das Land der feindlichen, der bösartigen, der heimlich geliebten BrĂŒder [...] Nur BrĂŒder kann man töten und lieben zugleich“.cite-ref-35[35] Ursula Wolf konnte in den Schriften Heimpels „keinerlei Anzeichen fĂŒr eine Ablehnung des 1939 begonnenen Krieges“ auffinden.cite-ref-36[36] Nach dem Beginn des Feldzugs gegen Frankreich schrieb Heimpel: „Frankreich ist wieder zum Krieg gegen Deutschland angetreten [...]. Krieg mit Frankreich ist etwas Besonderes, er hat einen höheren Rang, den Rang der Gemeinsamkeit und der Feindschaft zugleich.“cite-ref-37[37] Ernst Schulin stellte bei Heimpel einen „auffallenden antifranzösischen Affekt“ fest, mit dem er dem „nationalsozialistischen Geschichtsbild am nĂ€chsten kam“.cite-ref-38[38]

Nach Hartmut Boockmann und Josef Fleckenstein hat sich Heimpel völkischen und rassistischen Äußerungen mutig entgegengestellt. Als Beleg dafĂŒr wurde Heimpels Kritik an der Position des Germanisten Otto Höfler auf dem Erfurter Historikertag von 1937 angefĂŒhrt.cite-ref-39[39] Fleckenstein behauptete, Heimpel sei „dem von dem Germanisten Otto Höfler propagierten Germanenmythos und dem Versuch der Einengung der deutschen Geschichte auf die germanische Komponente“ entgegengetreten.cite-ref-40[40] Diese Sichtweise findet jedoch in der Fachwelt keine Zustimmung mehr. Nach Anne Christine Nagel Ă€ußerte sich Heimpel in seiner Kritik an Höfler abwĂ€gend. Höflers These einer germanischen KontinuitĂ€t befĂŒrwortete er.cite-ref-41[41] Frank Rexroth zufolge hat Heimpel 1937 ausdrĂŒcklich die Arbeiten des Rassekundlers Adolf Helbok vor der versammelten SĂ€chsischen Akademie der Wissenschaften gelobt.cite-ref-42[42]

Im Jahr 1938 veröffentlichte Heimpel seine bedeutende Darstellung des SpĂ€tmittelalters im von Otto Brandt, Arnold Oskar Meyer und Leo Just herausgegebenen Handbuch der deutschen Geschichte.cite-ref-43[43] Im August 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Er ist 1939 als Hauptmann in der PanzerjĂ€gerabteilung 24 der 24. Infanterie-Division nachgewiesen.cite-ref-44[44] Heimpel selbst gab 1946 in einem Fragebogen des Military Government of Germany Folgendes an: Er habe den Rang eines Leutnants der Reserve erreicht und das Eiserne Kreuz II, das Sturmabzeichen sowie das silberne Verwundetenabzeichen verliehen bekommen.cite-ref-45[45] Wegen einer an der Westfront erlittenen Verwundung wurde er aus der Wehrmacht entlassen. SpĂ€ter legte er Wert auf den nicht besonders hohen militĂ€rischen Rang, den er erreicht habe, und kokettierte damit gegenĂŒber Kollegen, die ebenfalls Offiziere – allerdings in höheren RĂ€ngen – bei der Wehrmacht gewesen waren.cite-ref-46[46]

Im Jahr 1941 erhielt Heimpel einen Ruf an die neu gegrĂŒndete „ReichsuniversitĂ€t Straßburg“, die den Nationalsozialisten nach dem Sieg ĂŒber Frankreich als VorzeigeuniversitĂ€t dienen sollte.cite-ref-47[47] Er nahm den Ruf an, obwohl er sich bewusst war, dass eine LehrtĂ€tigkeit im kĂŒrzlich eroberten Straßburg nicht unproblematisch sein wĂŒrde.cite-ref-48[48] FĂŒr Heimpel war es „ein Geschenk des Himmels“, im Elsass mittelalterliche Geschichte erforschen zu können.cite-ref-49[49] In den Straßburger Monatsheften veröffentlichte er 1941 mit Die Erforschung des deutschen Mittelalters im deutschen Elsaß ein Grundsatzpapier ĂŒber die Aufgaben der MediĂ€vistik.cite-ref-50[50] Darin bekannte er sich ausdrĂŒcklich zum nationalsozialistischen Staat als legitimem Nachfolger des Kaiserreiches: „Auch dieses Reich ist Ordnung Europas aus seiner Mitte. Mit seinem Blute verteidigt es die Vergangenheit und die Zukunft Europas gegen eine Barbarenwelt, die keine Vergangenheit kennt.“cite-ref-51[51] In Straßburg beschĂ€ftigte sich Heimpel mit den Staufern im Elsass und der burgundischen Geschichte im SpĂ€tmittelalter. So publizierte er 1942 und 1943 BeitrĂ€ge ĂŒber Friedrich Barbarossa,cite-ref-52[52] Peter von Hagenbachcite-ref-53[53] und Karl den KĂŒhnen.cite-ref-54[54] Den Deutsch-Sowjetischen Krieg begrĂŒĂŸte er und verteidigte dessen Fortsetzung noch im Jahr 1943.cite-ref-55[55]

Seit 1943 war Heimpel korrespondierendes Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Im Wintersemester 1944/45 ĂŒbernahm er in Göttingen die Vertretung des Lehrstuhls von Percy Ernst Schramm. Ende November 1944 musste Heimpel mit seiner Familie angesichts der anrĂŒckenden französischen Truppen Straßburg verlassen. Nach dem RĂŒckzug aus dem Elsass beherbergte er in seinem Ferienhaus in Falkau im Hochschwarzwald mehrere Jahre lang die Familie des Straßburger Verfassungsrechtlers Ernst Rudolf Huber, dabei auch Wolfgang Huber.cite-ref-56[56]

In Falkau widmete er sich der LektĂŒre klassischer Literatur und verfasste seinen autobiographischen Roman Die halbe Violine.cite-ref-57[57] In dieser Darstellung befasste sich Heimpel nicht mit der jĂŒngsten deutschen Vergangenheit, sondern setzte sich mit der Erinnerung an seine MĂŒnchener Jahre auseinander. Den Abschnitt ĂŒber den Putschversuch Hitlers am 8. und 9. November 1923 sparte er aber aus. Die Autobiographie wurde in einer Besprechung von Fridolin Solleder als „ein Zeitbild und Kulturdokument des bĂŒrgerlichen Zeitalters“ bezeichnet.cite-ref-58[58]

Nachkriegszeit

Eine Berufung an die Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen auf den seit 1941 vakanten Lehrstuhl fĂŒr mittelalterliche Geschichte scheiterte im Februar 1946 an der Entnazifizierungspolitik der amerikanischen MilitĂ€rregierung.cite-ref-59[59] Nach Peter Herde verdrĂ€ngte Heimpel den tatsĂ€chlichen Grund dieses Fehlschlags und gab konfessionelle Motive als Ursache an: Das „Gift der lĂ€ngst veralteten Konkordatsprofessuren“ gerinne zu einer „schwarzen Personalpolitik“, in der „die wahren Motive nie offen“ lĂ€gen.cite-ref-60[60] In Bayern sah Heimpel „katholische Konfessionspolitik oder bayerischen Partikularismus“ entstehen.cite-ref-61[61] Doch traten die beiden der katholischen Görres-Gesellschaft angehörenden Mitglieder der Berufungskommission Rudolf von Heckel und Heinrich GĂŒnter fĂŒr Heimpels Erstplatzierung ein.cite-ref-62[62]

Der mit Heimpel befreundete Werner Heisenberg verfasste fĂŒr Heimpels Entnazifizierungsverfahren am 23. Mai 1946 ein entlastendes Gutachten. „Ich weiß aus vielen GesprĂ€chen, daß Herr Heimpel die politische Entwicklung in Deutschland seit 1933 mit der grĂ¶ĂŸten Sorge verfolgt hat und daß die Ideologien und Schlagworte der damaligen Regierung auf ihn nicht den geringsten positiven Eindruck gemacht haben. [...] Herr Heimpel hat in allen FĂ€llen, die mir bekannt sind, die Sache der Wissenschaft und die Sache des Rechtes gegenĂŒber den Angriffen der sogenannten Weltanschauung und der Gewalt vertreten.“cite-ref-63[63]

Am 25. August 1949 wurde Heimpel Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.cite-ref-64[64] Zum 1. Oktober 1949 wurde er zum ordentlichen Professor fĂŒr mittlere und neuere Geschichte an der UniversitĂ€t Göttingen ernannt.cite-ref-65[65] Von 1946 bis 1988 gehörte Heimpel der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica an und damit so lange wie kein anderer zuvor.cite-ref-66[66] Im Dezember 1947 wurde er Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften.cite-ref-67[67]

In der zweiten HĂ€lfte der 1950er Jahre machten Heimpel und sein Kollege Percy Ernst Schramm das Historische Seminar in Göttingen zu einem der angesehensten Zentren der Geschichtswissenschaft in Deutschland. In den folgenden Jahren kam eine Reihe von Titeln und Ämtern hinzu. Er gehörte 1948 mit Gerhard Ritter, Hermann Aubin und Herbert Grundmann zum GrĂŒndungsausschuss des 1949 in MĂŒnchen auf dem ersten deutschen Historikertag nach dem Krieg gegrĂŒndeten deutschen Historikerverbandes. Ritter wurde zum Vorsitzenden gewĂ€hlt und Heimpel wurde SchriftfĂŒhrer. Als einer von acht Delegierten des deutschen Historikerverbandes nahm er 1950 am ersten Internationalen Historikertag der Nachkriegszeit in Paris teil. Zum Wintersemester 1953/54 ĂŒbernahm er das Rektorat der UniversitĂ€t Göttingen. Im Jahr 1953 wurde er im Rotary Club Göttingen aufgenommen.cite-ref-68[68] Außerdem wurde er im selben Jahr zum PrĂ€sidenten der Westdeutschen Rektorenkonferenz gewĂ€hlt.cite-ref-69[69] Heimpel war zusĂ€tzlich VizeprĂ€sident der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Im Jahr 1957 wurde Heimpel erster Direktor des Göttinger Max-Planck-Instituts fĂŒr Geschichte, das er bis 1971 leitete.cite-ref-70[70] Mit der GrĂŒndung wollte Heimpel an das 1917 von Paul Fridolin Kehr gegrĂŒndete und 1944 geschlossene Kaiser-Wilhelm-Institut fĂŒr deutsche Geschichte anknĂŒpfen.

Mit BundesprĂ€sident Theodor Heuss pflegte Heimpel engen Kontakt. Mit Heuss und dem FAZ-Mitherausgeber Benno Reifenberg gab er eine Neuausgabe des fĂŒnfbĂ€ndige Werks Die großen Deutschen herauscite-ref-71[71]. 1957/58 war er, obwohl parteilos, als Nachfolger von Heuss im Amt des BundesprĂ€sidenten im GesprĂ€ch, doch lehnte er im Oktober 1958 eine Kandidatur ab. Ein Grund dafĂŒr war die „SchlĂŒter-AffĂ€re“. Der neue Kultusminister von Niedersachsen Leonhard SchlĂŒter hatte 1955 aufgrund von Protesten vor allem seitens mehrerer Göttinger Professoren, der UniversitĂ€tsleitung und der Studenten gegen die Veröffentlichungen von Werken prominenter NS-Autoren in seinem Göttinger Verlag nach wenigen Tagen zurĂŒcktreten mĂŒssen. Auch Heimpel hatte den Protest unterstĂŒtzt.cite-ref-72[72] SpĂ€ter hatte SchlĂŒter eine Streitschrift veröffentlicht, die auch einige belastende Aussagen ĂŒber Heimpels NS-Vergangenheit enthielt. Heimpel meinte in einem Brief an Heuss, dass das Offenlegen seiner Vergangenheit „ihn nicht gerade schrecken und auch nicht gerade abhalten werde“, eine Kandidatur anzustreben, doch befĂŒrchte er, dass das PrĂ€sidentenamt „in unerwĂŒnschter Weise“ Schaden nehmen könne. Als weiteren Grund fĂŒr eine Ablehnung der Kandidatur fĂŒhrte er seine zahlreichen wissenschaftlichen Ämter und Funktionen an; er ließ durchblicken, dass ihm als Wissenschaftler das Politische letztlich fremd sei.cite-ref-73[73] Heimpel verzichtete auch darauf, fĂŒr den sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten Adolf Arndt ein Bundestagsmandat zu ĂŒbernehmen, da er sich auf seine TĂ€tigkeit als Direktor des Max-Planck-Instituts fĂŒr Geschichte konzentrieren wolle.cite-ref-74[74]

Seit 1955 gehörte Heimpel dem Wissenschaftlichen Beirat der Sachbuchreihe Rowohlts deutsche EnzyklopĂ€die. Von 1958 bis 1962 war er Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung fĂŒr die Freiheit.

In der Hochschulreformdiskussion der 1960er und 1970er Jahre gestand Heimpel weniger sein eigenes menschliches Versagen in der NS-Zeit ein, sondern suchte die Schuld in der Wissenschaft: Die UniversitĂ€t habe die Persönlichkeitsentwicklung zu wenig gefördert und daher die Gelehrten nicht dazu befĂ€higt, dem Nationalsozialismus standzuhalten. Im Jahr 1965 hielt er einen Festvortrag mit dem Titel LiebeserklĂ€rung an die deutsche UniversitĂ€t anlĂ€sslich des 35. Fortbildungskurses fĂŒr Ärzte in Regensburg.cite-ref-75[75] Darin gestand er ein: „Denn ich hatte zwar genug historische Gelehrsamkeit, aber nicht genug historische Bildung erworben [...]“. Neben Forschung und Lehre solle die UniversitĂ€t mit der menschlichen Bildung ein drittes Aufgabenfeld ĂŒbernehmen. In Göttingen hatte dies 1953 zu der GrĂŒndung des Studentenwohnheims Historisches Colloquium gefĂŒhrt.cite-ref-76[76] Trotz Kritikpunkten am Hochschulbetrieb befand Heimpel, die deutsche UniversitĂ€t sei „im Kern gesund“.cite-ref-77[77] Den Studentenprotesten der 68er-Bewegung stand er ablehnend gegenĂŒber. Die generelle Kritik am Hochschullehrer („Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“) traf ihn tief. Heimpel sprach nun vom „unehrenhaften Beruf des Professors“.cite-ref-78[78]

Heimpel ließ sich 1966 zum frĂŒhestmöglichen Zeitpunkt emeritieren. Als akademischer Lehrer hatte er zahlreiche SchĂŒler, darunter Hartmut Boockmann, Irene Crusius, Arnold Esch, Karl Hauck, Helmut Ibach, Joachim Leuschner, Hermann Mau, Wolfgang Metz, Heinz Quirin und Gerhard Taddey. Es bildete sich jedoch keine Schule im Sinne eines Kreises von SchĂŒlern mit einem gemeinsamen Forschungsgebiet heraus.cite-ref-79[79] Nach der Emeritierung konzentrierte sich Heimpel verstĂ€rkt auf die Arbeit am Max-Planck-Institut fĂŒr Geschichte. Seine dortige Zeit als Direktor endete 1971. AnlĂ€sslich der Nachfolgeregelung wurde eine bedeutsame Änderung der Institutsstruktur vorgenommen: Im Oktober 1971 ĂŒbernahmen Rudolf Vierhaus und Josef Fleckenstein gemeinsam die Leitung des Max-Planck-Instituts fĂŒr Geschichte. Der Vorschlag, das Institut von zwei Direktoren leiten zu lassen, war von Heimpel gekommen. Der eine Direktor sollte sich schwerpunktmĂ€ĂŸig auf das Mittelalter konzentrieren, der andere auf die Neuzeit.cite-ref-80[80]

Im April 1972 starb Heimpels erste Frau, die bekannte PĂ€dagogin Elisabeth Heimpel, unerwartet. 1973 heiratete er Inga Sahl (1921–2002). Im April 1988 erkrankte Heimpel schwer. Er starb am 23. Dezember 1988 in der Göttinger UniversitĂ€tsklinik.

Werk

Zu Heimpels Forschungsschwerpunkten gehörten die Reichs- und Kirchenreform im 14. und 15. Jahrhundert, Burgund sowie das SpĂ€tmittelalter als Ganzes. Die lebenslange BeschĂ€ftigung mit der Kirchen- und Reichsreform machte ihn zu einem fĂŒhrenden Kenner der Kirchengeschichte des SpĂ€tmittelalters. Ergebnisse seiner eingehenden Forschungen zur spĂ€tmittelalterlichen Wirtschafts-, Geistes- und Kulturgeschichte veröffentlichte er 1938 in vorlĂ€ufiger Form unter dem Titel Deutschland im spĂ€ten Mittelalter und 1957 unter dem Titel Deutschland im spĂ€teren Mittelalter. Die Forschungsschwerpunkte des neuen Max-Planck-Instituts fĂŒr Geschichte waren die Pfalzenforschung, die Germania Sacra und das SpĂ€tmittelalter. Das Ziel der Germania Sacra war die systematische Aufbereitung des Quellenmaterials zur Geschichte der deutschen BistĂŒmer, Domkapitel, Stifte und Klöster.cite-ref-81[81] In der Pfalzenforschung wurde ein „Repertorium“ aller deutschen Königspfalzen begonnen. Heimpel begrĂŒndete außerdem die Neuauflage des „Dahlmann-Waitz“, der maßgebenden Bibliographie zur deutschen Geschichte. Im SpĂ€tmittelalter standen die Kirchen-, Konzils- und Bildungsgeschichte im Vordergrund. Von den Großprojekten, die Heimpel initiiert hatte, war beim Ende seiner Amtszeit als Direktor noch keines abgeschlossen.cite-ref-82[82]

Heimpel brachte die Edition der Akten des Konzils von Konstanz (Acta Concilii Constantiensis) zum Abschluss. Mit Herbert Grundmann eröffnete er bei den Monumenta Germaniae Historica die Abteilung Staatsschriften des spĂ€teren Mittelalters mit der 1949 erschienenen Edition der Schriften des Alexander von Roes. Über viele Jahre betreute er die Staatsschriften. Als Mitglied der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften war er seit 1936 fĂŒr die Ă€ltere Reihe der Deutschen Reichstagsakten verantwortlich.

Heimpel veröffentlichte Prozessakten gegen die Hussiten und erschloss sie durch Kommentierung. Als seine grĂ¶ĂŸte Leistung gilt sein Alterswerk Die Vener von GmĂŒnd und Straßburg 1162–1447. Das dreibĂ€ndige, ĂŒber 1600 Seiten umfassende Werk vollendete er in den 15 Jahren zwischen der Emeritierung und seinem 80. Lebensjahr.cite-ref-83[83] Dargestellt wurde die Geschichte einer bĂŒrgerlichen Familie vom 12. bis zum 15. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand der Jurist und Protonotar Job Vener, ĂŒber den Heimpel zu zahlreichen neuen Einsichten kam. Die Darstellung wurde in der Mittelalterforschung als ein großes Werk angesehen. Paul Uiblein stellte in seiner 1985 veröffentlichten Besprechung fest: „Fast alle Probleme der Reichs- und Kirchenreform des 14. und der ersten HĂ€lfte des 15. Jahrhunderts kommen in diesen BĂ€nden im glĂ€nzenden Stil Heimpels zur Sprache, so dass dieses Werk [...] fĂŒr eine fundierte Kenntnis vieler Bereiche des deutschen SpĂ€tmittelalters unentbehrlich sein wird.“cite-ref-84[84] Eine umfassende Geschichte der spĂ€tmittelalterlichen Konzilien oder des SpĂ€tmittelalters legte Heimpel aber nicht vor. In den 1980er Jahren verfolgte Heimpel in mehreren Studien die AnfĂ€nge der herrscherlichen Evangelienlesung im Weihnachtsgottesdienst und bei der Krönungsmesse. Heimpel erwies sie als Neuerung des 14. und 15. Jahrhunderts.cite-ref-85[85]

AnlĂ€sslich des 550. Jahrestages der Eröffnung des Konstanzer Konzils hielt Heimpel im Herbst 1964 auf einer Tagung des Konstanzer Arbeitskreises fĂŒr mittelalterliche Geschichte den Vortrag Das deutsche 15. Jahrhundert in Krise und Beharrung.cite-ref-86[86] Sein Vortrag steht am Ende eines Bewertungszeitraums, in welchem das 15. Jahrhundert von Historikern „die schlechteste Note“ erhalten hatte. Heimpels Vortrag leitete einen Paradigmenwechsel in der deutschen MediĂ€vistik ein.cite-ref-87[87] Schon 1980 wurde im Rahmen der Reihe Oldenbourg Grundriss der Geschichte das 15. Jahrhundert als einziges Jahrhundert eigens thematisch behandelt. Kein Jahrhundert wurde in jĂŒngster Zeit so sehr erforscht wie das fĂŒnfzehnte.cite-ref-88[88]

Zur Bedeutung Heimpels trug auch sein sprachliches Ausdrucksvermögen bei, wie etwa seine Beschreibung des spĂ€tmittelalterlichen Reiches zeigt: „Um die vielfĂ€ltigen Bilder adeligen und bĂŒrgerlichen Stolzes in einer innigeren Kunst, im Auf und Ab einer strotzenden Wirtschaft, in Reichtum und schreiender Armut pendelten die Gewichte der Macht ohne Ruhe“.cite-ref-89[89] Im Jahr 1985 erhielt er vor allem fĂŒr Die halbe Violine (1949), die autobiographische Geschichte seiner „Jugend in der Haupt- und Residenzstadt MĂŒnchen“, den Sigmund-Freud-Preis der Akademie fĂŒr Sprache und Dichtung in Darmstadt fĂŒr wissenschaftliche Prosa. Die halbe Violine war nach Horst Fuhrmann „vorgetragen in einer unnachahmlichen, packend-schwebenden Sprache, dicht am Geschehen und doch entfernt, privat-individuell und doch gemeingĂŒltig“.cite-ref-90[90]

PrÀgung des Mittelalterbildes der Deutschen

Heimpel prĂ€sentierte den Deutschen das mittelalterliche Reich als die Macht, die vom 10. bis zum 12. Jahrhundert Europa dominierte, den anderen Völkern ĂŒberlegen war und mit dem Kaisertum die höchste weltliche WĂŒrde vergab. Im Verlauf des Mittelalters hĂ€tten die Kaiser jedoch diese Machtstellung verloren. Dieses im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik unter anderem von Karl Hampe geprĂ€gte Geschichtsbild wurde von Heimpel im Jahr der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ unter dem Titel Deutschlands Mittelalter – Deutschlands Schicksal sprachgewaltig gebĂŒndelt. Gleich zu Beginn des Vortrags verkĂŒndete er: „Deutschlands Mittelalter ist Deutschlands Anfang in Macht, GrĂ¶ĂŸe und Weltruf [...]. Darum ist auch in den Herzen des Dritten Reiches stark und durchaus lebendig das GefĂŒhl, daß in jenem Ersten Reich der Deutschen, dem Reich der heroischen Kraftanstrengung, der Macht und der Einheit Urbilder des deutschen Daseins stehen mĂŒĂŸten, nach denen heute wieder die JĂŒnglinge sich bilden und die MĂ€nner handeln.“cite-ref-91[91] Im 10. und 11. Jahrhundert stand nach Heimpel das deutsche Königtum auf dem Höhepunkt seiner Machtstellung. „In dieser Macht waltet aber zugleich ein Ordnungsprinzip. Denn Weltdienst, nicht Weltherrschaft war der Inhalt des Reichs: die Deutschen sind die großen Ordner unter den europĂ€ischen Völkern gewesen“. FĂŒr den Verfall der deutschen Königsmacht waren nach Heimpel die Reformkirche, der Adel und die anderen christlichen Nationen verantwortlich. Sie hĂ€tten diesen Dienst der Deutschen nicht gewĂŒrdigt. Noch in seinen viel beachteten Vorlesungen in den 1950er Jahren stellte Heimpel „feine Risse“ der Königsmacht fĂŒr die Salierzeit fest, in der das Reich in die „Schlucht“ des Investiturstreits gestĂŒrzt sei. In Canossa habe „das alte sakrale Königtum [...] die Todeswunde empfangen, welche die Staufer nicht mehr zum Heilen brachten.“cite-ref-92[92] Die Ordnung Europas durch die Deutschen sei das VermĂ€chtnis des Mittelalters fĂŒr die Gegenwart. Dieses Geschichtsbild beeinflusste das nationale IdentitĂ€tsbewusstsein der Deutschen erheblich. Heimpel bereitete durch seine AusfĂŒhrungen den geistigen Boden fĂŒr eine Politik, die Deutschland wieder eine Vormachtstellung in Europa verschaffen sollte.cite-ref-93[93] Dieses bereits vor 1933 entstandene und von Heimpel zugespitzte Geschichtsbild wurde von den Nationalsozialisten instrumentalisiert.cite-ref-94[94]

VergangenheitsbewÀltigung

Heimpel gehörte nach 1945 zu den wenigen Gelehrten, die sich ĂŒber ihre politischen IrrtĂŒmer öffentlich Ă€ußerten.cite-ref-95[95] Dabei machte er einen Lernprozess durch. Noch im Mai 1949 Ă€ußerte er in einem Brief an Gerhard Ritter, dass so mancher „zu einem SA-Rang wie die Jungfer zum Kinde kam“.cite-ref-96[96] Im Dezember 1949 lehnte er es in einem Brief an Gerhard Ritter deutlich ab, ĂŒber sein VerhĂ€ltnis zum Nationalsozialismus Auskunft zu erteilen.cite-ref-97[97] Auch in der Nachkriegszeit blieb Heimpel den alten politisch-historischen Deutungsmustern verhaftet. Hatte er seinen Hörern 1933 Deutschland als das jahrhundertelange Opfer französischer Ausdehnungspolitik prĂ€sentiert, so sah er auch nach 1945 die Deutschen in der Opferrolle, wie er in seiner in den 1950er Jahren gehaltenen Vorlesung Deutsche Geschichte ausfĂŒhrte.cite-ref-98[98]

Von Heimpel stammt das Konzept der „VergangenheitsbewĂ€ltigung“.cite-ref-99[99] Am Volkstrauertag 1955 sprach er in seiner Rede Über den Tod fĂŒrs Vaterland, in der er auf die alliierte Besatzung und ihre Entnazifizierungspolitik einging, von der „Rache der grausamen Sieger“. Damit folgte er einem damals verbreiteten Deutungsmuster. Er sprach aber auch ĂŒber die Juden, die in den Konzentrationslagern und Todeskammern ermordet worden waren. Dadurch ließ er eine heroische VerklĂ€rung des Sterbens fĂŒr das Vaterland hinfĂ€llig werden.cite-ref-100[100] In seiner Neujahrsansprache im Norddeutschen und Westdeutschen Rundfunk am 1. Januar 1956 forderte Heimpel zu einem Erinnern an die deutsche Geschichte als Form einer Buße fĂŒr eine Schuld auf.cite-ref-101[101] Nicolas Berg sah in seiner 2003 veröffentlichten Studie die in den 1950er Jahren vorgelegten Arbeiten Heimpels neben denen von Fritz Ernst und Reinhard Wittram als eine „notwendige erste Etappe auf dem Weg zum Sprechen ĂŒber den Völkermord“ an.cite-ref-102[102] Heimpels BemĂŒhen war fĂŒr Berg eine „Transformation einer Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit [...] vom schamkulturellen Paradigma der nationalen Schmach und des Ehrverlustes [...] zu einem schuldkulturellen Paradigma der Verantwortung“.cite-ref-103[103]

Nach Heimpels Vortrag Gegenwartsaufgaben der Geschichtswissenschaft von 1959 hat die Geschichtswissenschaft zwei Aufgaben.cite-ref-104[104] Die eine davon erfĂŒlle sie, „wenn sie die Zeit im ordnenden Denken bewĂ€ltigt“. Die andere Aufgabe bestehe darin, „den Menschen frei zu machen von seinen dunklen Bedingtheiten, von Ressentiment und Tabu, vom Gesetz von Druck und Gegendruck, von Aktion und Reaktion, von Parteilichkeit, Zorn und unbereinigtem Gewissen: Geschichte ist BewĂ€ltigung der Vergangenheit“.cite-ref-105[105] Den damals noch nicht etablierten Begriff „BewĂ€ltigung der Vergangenheit“ verwendete Heimpel nicht im heute gelĂ€ufigen Sinn einer Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Unter „BewĂ€ltigung“ verstand er vielmehr das Gewinnen von Distanz zu herkömmlichen Vorurteilen und Einseitigkeiten, wodurch man „Freiheit von der Geschichte“ erlangen könne.cite-ref-106[106]

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

FĂŒr seine Forschungen wurden Heimpel zahlreiche wissenschaftliche Ehrungen und Mitgliedschaften zugesprochen. Neben den Mitgliedschaften in den Akademien Mainz, MĂŒnchen, Leipzig, Heidelberg, Göttingen und Wien war er von 1968 bis 1975 Mitglied des Kuratoriums des Max-Planck-Instituts fĂŒr europĂ€ische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main. Er wurde 1986 korrespondierendes Mitglied der British Academy. Heimpel war Ehrenmitglied des Instituts fĂŒr Österreichische Geschichtsforschung und des Germanischen Nationalmuseums in NĂŒrnberg. AnlĂ€sslich seines 70. Geburtstages erschien 1972 eine von Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts fĂŒr Geschichte herausgegebene dreibĂ€ndige Festschrift.cite-ref-107[107] Die Juristische FakultĂ€t der UniversitĂ€t Freiburg verlieh ihm anlĂ€sslich seines 70. Geburtstages die EhrendoktorwĂŒrde. Ebenfalls 1971 wurde er mit der Ehrenmedaille der Stadt Göttingen ausgezeichnet. Außerdem erhielt Heimpel von der Stadt Goslar 1965 den Kulturpreis. Das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde ihm 1967 verliehen. 1976 erhielt Heimpel die Medaille „MĂŒnchen leuchtet“ in Silber, 1984 den Bayerischen Maximiliansorden fĂŒr Wissenschaft und Kunst.

Wirkung

Wissenschaftliche Nachwirkung

Heimpels Wirkung blieb anders als bei seinem Göttinger Kollegen Percy Ernst Schramm auf den deutschsprachigen Raum beschrĂ€nkt.cite-ref-108[108] Das Geschichtsbild der deutschen Historiker mit der Fixierung auf eine starke Kaisermacht im Mittelalter blieb auch nach 1945 vorherrschend.cite-ref-109[109] Noch 1974 urteilte Walther Kienast in seinem Werk Deutschland und Frankreich in der Kaiserzeit (900–1270) mit dem Unterkapitel Das Reich als europĂ€ische FĂŒhrungsmacht ĂŒber Heimpels Freiburger UniversitĂ€tsrede Deutschlands Mittelalter – Deutschlands Schicksal: „Die Rede gehört zu dem Besten, was ĂŒber das vielbehandelte Problem der deutschen Kaiserpolitik gesagt wurde.“cite-ref-110[110] Seit den 1980er Jahren ist jedoch die MediĂ€vistik zu zahlreichen neuen Einsichten ĂŒber das mittelalterliche Königtum gelangt.cite-ref-111[111] Die Konzentration auf die Macht der deutschen Könige wurde aufgegeben. Als ein wesentliches Merkmal mittelalterlicher Herrschaft wird vielmehr in der modernen MediĂ€vistik die konsensuale Herrschaft, das Zusammenwirken von König, Adel und Kirche, hervorgehoben.cite-ref-112[112]

Zu Heimpels 100. Geburtstag im Jahr 2001 verglich der Göttinger Wissenschaftshistoriker Klaus P. Sommer das Werk Die Vener von GmĂŒnd und Strassburg mit den „grossen Werken“ des französischen Historikers Fernand Braudel. Er kam dabei zum Ergebnis, es handle sich um „ein Thema der 20er Jahre“, dessen Behandlung durch Heimpel „nicht im mindesten vergleichbar oder innovativ“ sei. Gegen Sommer bezog Klaus Graf im Internet Stellung.cite-ref-113[113] Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte zum 100. Geburtstag Heimpels einen grĂ¶ĂŸeren Artikel.cite-ref-114[114]

Ein grĂ¶ĂŸeres öffentliches Gedenken an einer der zahlreichen Institutionen, denen Heimpel angehört hatte, blieb aber aus.cite-ref-115[115] Auch das von ihm gegrĂŒndete Göttinger Max-Planck-Institut unternahm anlĂ€sslich seines 100. Geburtstages nichts. Es verlor nach 51 Jahren im FrĂŒhjahr 2007 seine historische Ausrichtung. Auf Beschluss der Max-Planck-Gesellschaft wurde es in ein Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften umgewandelt.cite-ref-116[116]

Diskussion ĂŒber Heimpels Rolle im Nationalsozialismus

Über seinen verehrten akademischen Lehrer Heimpel legte Hartmut Boockmann 1990 eine apologetische Biographie vor. Boockmann sprach Heimpel von nationalsozialistischen Verstrickungen regelrecht frei.cite-ref-117[117] Jede Kritik an Heimpels Verhalten in der NS-Zeit wurde von Boockmann als „postumer Antifaschismus“ abgetan.cite-ref-118[118] Bereits auf dem Historikertag 1994 in Leipzig hatte Peter Schöttler eine AufklĂ€rung ĂŒber Heimpel gefordert: „Heimpels Biographie und sein Verhalten im Dritten Reich bedĂŒrfen dringend einer kritischen Aufarbeitung.“cite-ref-119[119] Die deutsche Geschichtswissenschaft begann sich erst sehr spĂ€t mit den Verstrickungen ihrer Vertreter in das „Dritte Reich“ zu beschĂ€ftigen. Dies löste 1998 auf dem Frankfurter Historikertag heftige Debatten aus.cite-ref-120[120] Die grĂ¶ĂŸte Aufmerksamkeit erzeugte die Sektion „Deutsche Historiker im Nationalsozialismus“ am 10. September 1998, die von Otto Gerhard Oexle und Winfried Schulze geleitet wurde. Dadurch wurde auch eine Diskussion zu Hermann Heimpel angestoßen. Nach Winfried Schulze, Gerd Helm und Thomas Ott unterstĂŒtzte Heimpels Werk die nationalsozialistische Eroberungspolitik.cite-ref-121[121] Ein Beitrag der Sektion von Pierre Racine behandelte Heimpels Straßburger Jahre.cite-ref-122[122] Racine sieht in seinem Beitrag „Heimpels Rolle als Exponenten der deutschen Geschichtswissenschaft im Dritten Reich als durchaus ambivalent“ an.cite-ref-123[123] Arnold Esch betonte, „daß Heimpel einer der ganz wenigen unter den deutschen Historikern war [...], der sich zu seiner Schuld bekannt und darunter gelitten hat“.cite-ref-124[124]

Bislang ist erst ein Teil der Akten und NachlĂ€sse, die Hermann Heimpel betreffen, frei zugĂ€nglich. Eine 400-seitige Quellenedition mit 80 Seiten ungedruckter Texte aus Heimpels Nachlass legte 1995 Sabine KrĂŒger vor.cite-ref-125[125] Seine Personal- und Entnazifizierungsakte ist seit dem 23. Dezember 1998, Heimpels zehntem Todestag, zugĂ€nglich. Zwei „Vorreden“, die Heimpel zu Beginn des Sommer- und Wintersemesters 1933 bzw. 1933/34 hielt, sind von Michael Matthiesen entdeckt und publiziert worden. Eine Biographie ĂŒber Heimpel ist eine ForschungslĂŒcke, allerdings war sein Nachlass in der UniversitĂ€tsbibliothek Göttingen auf Wunsch der Erben bis 23. Dezember 2018 gesperrt. Ein einhellig akzeptiertes Gesamturteil ĂŒber Heimpels VerhĂ€ltnis zum Nationalsozialismus hat sich aus den bisherigen Forschungen nicht ergeben. Ursula Wolf (1996) sah Heimpels Weltbild „in hohem Maße von völkischem Gedankengut bestimmt“.cite-ref-126[126] Michael Matthiesen beurteilte ihn als „MitlĂ€ufer“.cite-ref-127[127] FĂŒr Helmut Heiber war er ein „Konjunktur-Aktivist“.cite-ref-128[128] Die unterschiedlichen Urteile der Historiker ĂŒber Heimpels Haltung zum Nationalsozialismus fĂŒhrt Otto Gerhard Oexle auf das Fehlen von angemessenen Beurteilungskategorien zurĂŒck.cite-ref-129[129]

Schriften (Auswahl)

Schriftenverzeichnisse erschienen in:

‱ Eva Geuss, Herbert Geuss: Veröffentlichungen von Hermann Heimpel. In: Festschrift fĂŒr Hermann Heimpel zum 70. Geburtstag am 19. September 1971. Bd. 3. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1972, ISBN 3-525-35346-4, S. 713–731.
‱ Eva Geuss, Herbert Geuss, Sabine KrĂŒger: Veröffentlichungen von Herman Heimpel. In: Aspekte. Alte und neue Texte. Herausgegeben von Sabine KrĂŒger. Wallstein Verlag, Göttingen 1995, ISBN 3-89244-095-6, S. 423–450.

Monographien

‱ Das Gewerbe der Stadt Regensburg im Mittelalter (= Vierteljahrsschrift fĂŒr Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Beihefte. Bd. 9). Kohlhammer, Stuttgart 1926.
‱ Deutsches Mittelalter. Koehler & Amelang, Leipzig 1941.
‱ Die halbe Violine. Eine Jugend in der Residenzstadt MĂŒnchen. Koehler, Stuttgart 1949.
‱ Der Mensch in seiner Gegenwart. Acht historische Essais. 2., erweiterte Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1957 (online).
‱ Deutschland im spĂ€teren Mittelalter (= Sonderdruck aus Otto Brandt, Arnold Oskar Meyer, Leo Just: Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 1, Abschnitt 5). Akademische Verlags-Gesellschaft Athenaion, Konstanz 1957.
‱ Kapitulation vor der Geschichte? (= Kleine Vandenhoeck-Reihe. Bd. 27/27a). 3., vermehrte Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1960.
‱ Zwei Historiker: Friedrich Christoph Dahlmann, Jacob Burckhardt (= Kleine Vandenhoeck-Reihe. Bd. 141). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1962.
‱ Geschichtsvereine einst und jetzt. Vortrag gehalten am Tag der 70. Wiederkehr der GrĂŒndung des Geschichtsvereins fĂŒr Göttingen und Umgebung (19. November 1962). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1963.
‱ Drei Inquisitionsverfahren aus dem Jahre 1425. Akten der Prozesse gegen die deutschen Hussiten Johannes DrĂ€ndorf und Peter Turnau sowie gegen DrĂ€ndorfs Diener Martin Borchard (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts fĂŒr Geschichte. Bd. 24). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1969.
‱ Die Vener von GmĂŒnd und Straßburg 1162–1447. Studien und Texte zur Geschichte einer Familie sowie des gelehrten Beamtentums in der Zeit der abendlĂ€ndischen Kirchenspaltung und der Konzilien von Pisa, Konstanz und Basel (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts fĂŒr Geschichte. Bd. 52). 3 Bde. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1982, ISBN 3-525-35378-2.

Aufsatzsammlung

‱ Aspekte. Alte und neue Texte. Herausgegeben von Sabine KrĂŒger. Wallstein Verlag, Göttingen 1995, ISBN 3-89244-095-6.

Literatur

Nekrologe

‱ Heinrich Appelt: Hermann Heimpel. Nachruf. In: Österreichische Akademie der Wissenschaften. Almanach 139 (1988/89), S. 390–394.
‱ Arnold Esch: Denken und doch Schauen, Schauen und doch Denken. Zum Tode von Hermann Heimpel. In: Deutsche Akademie fĂŒr Sprache und Dichtung, Jahrbuch 1988, Darmstadt 1989, S. 153–158.
‱ In memoriam Hermann Heimpel. Gedenkfeier am 23. Juni 1989 in der Aula der Georg-August-UniversitĂ€t (= Göttinger UniversitĂ€tsreden. Bd. 87). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1989, ISBN 3-525-82641-9.
‱ Josef Fleckenstein: Hermann Heimpel. In: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften in Göttingen (1991), S. 158–166.
‱ Horst Fuhrmann: Nachruf Hermann Heimpel. In: Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters 45 (1989), S. 372–374 (Digitalisat).
‱ Horst Fuhrmann: Hermann Heimpel: 19.9.1901 – 23.12.1988. In: Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1989), S. 204–210 (Digitalisat).
‱ Heinrich Koller: Nachruf auf Hermann Heimpel. In: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften und der Literatur 40 (1989), S. 96 f.
‱ Gerald Wiemers: Hermann Heimpel 19.IX.1901 – 23.XII.1988. In: Jahrbuch SĂ€chsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (1987/88), S. 213–219.

Darstellungen

‱ Hartmut Boockmann: Der Historiker Hermann Heimpel (= Kleine Vandenhoeck-Reihe. Bd. 1553). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1990, ISBN 3-525-33569-5 (Digitalisat).
‱ Hartmut Boockmann: Versuch ĂŒber Hermann Heimpel. In: Historische Zeitschrift 251 (1990), S. 265–282.
‱ Hartmut Boockmann: Heimpel, Hermann. In: Walther Killy, Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische EnzyklopĂ€die. Bd. 4: Gies – Hessel. Saur, MĂŒnchen 1996, ISBN 3-598-23164-4, S. 585.
‱ Peter Herde: Die gescheiterte Berufung Hermann Heimpels nach MĂŒnchen (1944–1946). In: Sabine Arend, Daniel Berger, Carola BrĂŒckner u. a. (Hrsg.): Vielfalt und AktualitĂ€t des Mittelalters. Festschrift fĂŒr Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag (= Veröffentlichungen des Instituts fĂŒr Historische Landesforschung der UniversitĂ€t Göttingen. Bd. 48). Verlag fĂŒr Regionalgeschichte, Bielefeld 2006, ISBN 3-89534-608-X, S. 695–737 (online).
‱ Michael Matthiesen: Verlorene IdentitĂ€t. Der Historiker Arnold Berney und seine Freiburger Kollegen 1923–1938. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998, ISBN 3-525-36233-1.
‱ Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970 (= Formen der Erinnerung. Bd. 24). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2005, ISBN 3-525-35583-1 (Zugleich: Gießen, UniversitĂ€t, Habilitations-Schrift, 2003).
‱ Frank Rexroth: Geschichte schreiben im Zeitalter der Extreme. Die Göttinger Historiker Percy Ernst Schramm, Hermann Heimpel und Alfred Heuß. In: Christian Starck, Kurt Schönhammer (Hrsg.): Sie befruchtet und ziert. Die Geschichte der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Neue Folge, Bd. 28). De Gruyter, Berlin u. a. 2013, ISBN 978-3-11-030467-1, S. 265–299 (online).
‱ Frank Rexroth: Keine Experimente! Hermann Heimpel und die verzögerte Erneuerung der deutschen Geschichtsforschung nach 1945. In: Dirk Schumann, DesirĂ©e Schauz (Hrsg.): Forschen im Zeitalter der Extreme. Akademien und andere außeruniversitĂ€re Forschungseinrichtungen im Nationalsozialismus und nach 1945. Wallstein, Göttingen 2020, ISBN 978-3-8353-3562-2, S. 297–325.
‱ Frank Rexroth: Die Halkyonischen Tage. Professor Heimpel zwischen Zauber und Alb. In: Zeitschrift fĂŒr Ideengeschichte 15 (2021), Nr. 2, S. 21–32.
‱ Frank Rexroth: Gab es ein richtiges Leben im schönen? Hermann Heimpel erinnert sich an seine Straßburger Jahre 1941–1944. In: Francia 51 (2024), S. 347–369.
‱ Peter Schöttler: Das Max-Planck-Institut fĂŒr Geschichte im historischen Kontext: Die Ära Heimpel. Berlin 2017.
‱ Ernst Schulin: Hermann Heimpel und die deutsche Nationalgeschichtsschreibung (= Schriften der Philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Bd. 9). Winter, Heidelberg 1998, ISBN 3-8253-0765-4.
‱ Klaus P. Sommer: Eine Frage der Perspektive? Hermann Heimpel und der Nationalsozialismus. In: Tobias Kaiser, Steffen Kaudelka, Matthias Steinbach (Hrsg.): Historisches Denken und gesellschaftlicher Wandel. Studien zur Geschichtswissenschaft zwischen Kaiserreich und deutscher Zweistaatlichkeit. Metropol, Berlin 2004, ISBN 3-936411-23-9, S. 199–223.

Weblinks

‱ Literatur von und ĂŒber Hermann Heimpel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Veröffentlichungen ĂŒber und von Hermann Heimpel im Opac der Regesta Imperii
‱ Heimpel-Dossier bei historicum.net
‱ Hans Erich Troje: Hermann Heimpel. Materialsammlung. In: Fachbereich 01 Rechtswissenschaft – Lehrende. Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt am Main, April 2000, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 8. MĂ€rz 2016; abgerufen am 12. MĂ€rz 2025 (enthĂ€lt unter anderem: Zwei Vorreden zu Vorlesungen (1933) von Heimpel, außerdem Ansprache zur Trauerfeier fĂŒr Hermann Heimpel (1989) von Lothar Perlitt).
‱ Klaus P. Sommer: Zum 100. Geburtstag von Hermann Heimpel am Mittwoch den 19.9.2001 – dazu: Stellungnahme von Klaus Graf
‱ Mitarbeiter bei den Monumenta Germaniae Historica (MGH) MĂŒnchen
‱ Video: Hermann Heimpel, Göttingen 1961. Institut fĂŒr den Wissenschaftlichen Film (IWF) 1964, zur VerfĂŒgung gestellt von der Technischen Informationsbibliothek (TIB), doi:10.3203/IWF/G-84.

Anmerkungen

cite-note-11. ↑ Hartmut Boockmann: Der Historiker Hermann Heimpel. Göttingen 1990, S. 8.
cite-note-22. ↑ Gerald Wiemers: Hermann Heimpel 19.IX.1901 – 23.XII.1988. In: Jahrbuch SĂ€chsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (1987/88), S. 213–219, hier: S. 218.
cite-note-33. ↑ Ernst Schulin: Weltkriegserfahrung und Historikerreaktion. In: Wolfgang KĂŒttler, Jörn RĂŒsen, Ernst Schulin (Hrsg.): Geschichtsdiskurs. Bd. 4: Krisenbewußtsein, Katastrophenerfahrung und Innovationen 1880–1945. Frankfurt am Main 1997, S. 165–188.
cite-note-44. ↑ Ernst GĂŒnther GrĂŒndel: Die Sendung der Jungen Generation. Versuch einer umfassenden revolutionĂ€ren Sinndeutung der Krise. MĂŒnchen 1932, S. 32.
cite-note-55. ↑ Ernst GĂŒnther GrĂŒndel: Die Sendung der Jungen Generation. Versuch einer umfassenden revolutionĂ€ren Sinndeutung der Krise. MĂŒnchen 1932, S. 31–35, 81 ff. Ulrich Herbert: „Generation der Sachlichkeit“. Die völkische Studentenbewegung der frĂŒhen 20er Jahre in Deutschland. In: Frank Bajohr, Werner Johe, Uwe Lohalm (Hrsg.): Zivilisation und Barbarei. Die widersprĂŒchlichen Potentiale der Moderne. Detlef Peukert zum Gedenken. Hamburg 1991, S. 115–144.
cite-note-66. ↑ Hermann Heimpel: Traum im November. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 32 (1981), S. 521–525.
cite-note-77. ↑ Josef Fleckenstein: Gedenkrede auf Hermann Heimpel. In: In memoriam Hermann Heimpel. Gedenkfeier am 23. Juni 1989 in der Georg-August-UniversitĂ€t. Göttingen 1989, S. 27–45, hier: S. 31.
cite-note-88. ↑ Hermann Heimpel: Das Gewerbe der Stadt Regensburg im Mittelalter. Stuttgart 1926.
cite-note-99. ↑ Hermann Heimpel: Aspekte. Alte und neue Texte. Hrsg. von Sabine KrĂŒger. Göttingen 1995, S. 174.
cite-note-1010. ↑ Eduard MĂŒhle: FĂŒr Volk und deutschen Osten. Der Historiker Hermann Aubin und die deutsche Ostforschung. DĂŒsseldorf 2005, S. 33.
cite-note-1111. ↑ Hartmut Boockmann: Der Historiker Hermann Heimpel. Göttingen 1990, S. 14.
cite-note-1212. ↑ Peter Herde: Die gescheiterte Berufung Hermann Heimpels nach MĂŒnchen (1944–1946). In: Sabine Arend, Daniel Berger, Carola BrĂŒckner u. a. (Hrsg.): Vielfalt und AktualitĂ€t des Mittelalters. Festschrift fĂŒr Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag. Bielefeld 2006, S. 695–737, hier: S. 711. (online)
cite-note-1313. ↑ Hermann Heimpel: Dietrich von Niem (c. 1340–1418). MĂŒnster 1932.
cite-note-1414. ↑ Marcel vom Lehn: Westdeutsche und italienische Historiker als Intellektuelle? Ihr Umgang mit Nationalsozialismus und Faschismus in den Massenmedien (1943/45–1960). Göttingen 2012, S. 61.
cite-note-1515. ↑ Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 27.
cite-note-1616. ↑ Zitiert nach Ursula Wolf: Litteris et patriae. Das Janusgesicht der Historie. Stuttgart 1996, S. 253.
cite-note-1717. ↑ Hermann Heimpel: Deutschlands Mittelalter – Deutschlands Schicksal. In: Ders.: Deutschlands Mittelalter – Deutschlands Schicksal. Zwei Reden. Freiburg 1933, S. 5–34. Vgl. dazu Otto Gerhard Oexle: „Zusammenarbeit mit Baal“. Über die MentalitĂ€ten deutscher Geisteswissenschaftler 1933 – und nach 1945. In: Historische Anthropologie 8 (2000), S. 1–27, hier: S. 10, sowie Ewald Grothe: Zwischen Geschichte und Recht. Deutsche Verfassungsgeschichtsschreibung 1900–1970. MĂŒnchen 2005, S. 237.
cite-note-1818. ↑ Ursula Wolf: Litteris et patriae. Das Janusgesicht der Historie. Stuttgart 1996, S. 262.
cite-note-1919. ↑ Otto Gerhard Oexle: Zur 'longue durĂ©e' mentaler Strukturen. In: Hansjörg Siegenthaler (Hrsg.): RationalitĂ€t im Prozess kultureller Evolution. RationalitĂ€tsunterstellungen als eine Bedingung der Möglichkeit substantieller RationalitĂ€t des Handelns. TĂŒbingen 2005, S. 235–265, hier: S. 250.
cite-note-2020. ↑ Otto Gerhard Oexle: „Zusammenarbeit mit Baal“. Über die MentalitĂ€ten deutscher Geisteswissenschaftler 1933 – und nach 1945. In: Historische Anthropologie 8 (2000), S. 1–27, hier: S. 24.
cite-note-2121. ↑ Eröffnungsrede des Vorsitzenden des Verbandes der Historiker Deutschlands, Johannes Fried. In: Zeitschrift fĂŒr Geschichtswissenschaft 46 (1998), S. 869–874, hier: S. 873.
cite-note-2222. ↑ Josef Fleckenstein: Gedenkrede auf Hermann Heimpel. In: In memoriam Hermann Heimpel. Gedenkfeier am 23. Juni 1989 in der Georg-August-UniversitĂ€t. Göttingen 1989, S. 27–45, hier: S. 35.
cite-note-2323. ↑ Frank Rexroth: Geschichte schreiben im Zeitalter der Extreme. Die Göttinger Historiker Percy Ernst Schramm, Hermann Heimpel und Alfred Heuß. In: Christian Starck, Kurt Schönhammer (Hrsg.): Sie befruchtet und ziert. Die Geschichte der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Berlin u. a. 2013, S. 265–299, hier: S. 288.
cite-note-2424. ↑ Klaus P. Sommer: Eine Frage der Perspektive? Hermann Heimpel und der Nationalsozialismus. In: Tobias Kaiser, Steffen Kaudelka, Matthias Steinbach (Hrsg.): Historisches Denken und gesellschaftlicher Wandel. Studien zur Geschichtswissenschaft zwischen Kaiserreich und deutscher Zweistaatlichkeit. Berlin 2004, S. 199–223, hier: S. 207.
cite-note-2525. ↑ Peter Herde: Die gescheiterte Berufung Hermann Heimpels nach MĂŒnchen (1944–1946). In: Sabine Arend, Daniel Berger, Carola BrĂŒckner u. a. (Hrsg.): Vielfalt und AktualitĂ€t des Mittelalters. Festschrift fĂŒr Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag. Bielefeld 2006, S. 695–737, hier: S. 705. (online)
cite-note-2626. ↑ Vgl. dazu ausfĂŒhrlich Johannes Piepenbrink: Das Seminar fĂŒr mittelalterliche Geschichte des Historischen Instituts 1933–1945. In: Ulrich von Hehl (Hrsg.): Sachsens LandesuniversitĂ€t in Monarchie, Republik und Diktatur. BeitrĂ€ge zur Geschichte der UniversitĂ€t Leipzig vom Kaiserreich bis zur Auflösung des Landes Sachsen 1952. Leipzig 2005, S. 363–383.
cite-note-2727. ↑ Hermann Heimpel: Siegmund Hellmann in der Erinnerung. 19. III. 1872 - 7.XII.1942. In Hermann Heimpel: Aspekte. Alte und neue Texte. Hrsg. von Sabine KrĂŒger. Göttingen 1995, S. 149 ff.
cite-note-2828. ↑ Hartmut Boockmann: Der Historiker Hermann Heimpel. Göttingen 1990, S. 54, Anm. 6.
cite-note-2929. ↑ Hermann Heimpel: Siegmund Hellmann. In: Historische Zeitschrift 174 (1952), S. 737–739; Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 31.
cite-note-3030. ↑ Hermann Heimpel: Alexander von Roes und das deutsche Selbstbewußtsein des 13. Jahrhunderts. In: Archiv fĂŒr Kulturgeschichte 26 (1936), S. 19–60.
cite-note-3131. ↑ Gerald Wiemers: Hermann Heimpel 19.IX.1901 – 23.XII.1988. In: Jahrbuch SĂ€chsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (1987/88), S. 213–219, hier: S. 217.
cite-note-3232. ↑ Peter Herde: Die gescheiterte Berufung Hermann Heimpels nach MĂŒnchen (1944–1946). In: Sabine Arend, Daniel Berger, Carola BrĂŒckner u. a. (Hrsg.): Vielfalt und AktualitĂ€t des Mittelalters. Festschrift fĂŒr Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag. Bielefeld 2006, S. 695–737, hier: S. 696 f. und 706 (online); Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 29, Anm. 23.
cite-note-3333. ↑ Horst Fuhrmann: Hermann Heimpel: 19.9.1901 – 23.12.1988. In: Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1989), S. 204–210.
cite-note-3434. ↑ Vgl. dazu Ursula Wolf: Litteris et patriae. Das Janusgesicht der Historie. Stuttgart 1996, S. 251.
cite-note-3535. ↑ Hermann Heimpel: Frankreich und das Reich. In: Historische Zeitschrift 161 (1940), S. 229–243, hier: S. 232. Vgl. dazu: Steffen Kaudelka: Rezeption im Zeitalter der Konfrontation. Französische Geschichtswissenschaft und Geschichte in Deutschland 1920–1940. Göttingen 2003, S. 21 f.
cite-note-3636. ↑ Ursula Wolf: Litteris et patriae. Das Janusgesicht der Historie. Stuttgart 1996, S. 251.
cite-note-3737. ↑ Hermann Heimpel: Der Kampf um das Erbe Karls des Großen. Deutschland und Frankreich in der Geschichte. In: Deutsche Allgemeine Zeitung, 24. MĂ€rz 1940.
cite-note-3838. ↑ Ernst Schulin: Hermann Heimpel und die deutsche Nationalgeschichtsschreibung. Heidelberg 1998, S. 37.
cite-note-3939. ↑ Hartmut Boockmann: Der Historiker Hermann Heimpel. Göttingen 1990, S. 19.
cite-note-4040. ↑ Josef Fleckenstein: Gedenkrede auf Hermann Heimpel. In: In memoriam Hermann Heimpel. Gedenkfeier am 23. Juni 1989 in der Georg-August-UniversitĂ€t. Göttingen 1989, S. 27–45, hier: S. 38.
cite-note-4141. ↑ Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 72.
cite-note-4242. ↑ Frank Rexroth: Geschichte schreiben im Zeitalter der Extreme. Die Göttinger Historiker Percy Ernst Schramm, Hermann Heimpel und Alfred Heuß. In: Christian Starck, Kurt Schönhammer (Hrsg.): Sie befruchtet und ziert. Die Geschichte der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Berlin u. a. 2013, S. 265–299, hier: S. 288.
cite-note-4343. ↑ Hermann Heimpel: Deutschland im spĂ€teren Mittelalter. In: Otto Brandt, Arnold Oskar Meyer, Leo Just (Hrsg.): Handbuch der deutschen Geschichte. Bd. 1. Potsdam o. J. [1938], S. 260–407.
cite-note-4444. ↑ Manfred Messerschmidt: Karl Dietrich Erdmann, Walter Bußmann und Percy Ernst Schramm. Historiker an der Front und in den Oberkommandos der Wehrmacht und des Heeres. In: Hartmut Lehmann, Otto Gerhard Oexle (Hrsg.): Nationalsozialismus in den Kulturwissenschaften. Bd. 1: FĂ€cher – Milieus – Karrieren. Göttingen 2004, S. 417–446, hier: S. 419.
cite-note-4545. ↑ Peter Herde: Die gescheiterte Berufung Hermann Heimpels nach MĂŒnchen (1944–1946). In: Sabine Arend, Daniel Berger, Carola BrĂŒckner u. a. (Hrsg.): Vielfalt und AktualitĂ€t des Mittelalters. Festschrift fĂŒr Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag. Bielefeld 2006, S. 695–737, hier: S. 698 (online).
cite-note-4646. ↑ Peter Herde: Die gescheiterte Berufung Hermann Heimpels nach MĂŒnchen (1944–1946). In: Sabine Arend, Daniel Berger, Carola BrĂŒckner u. a. (Hrsg.): Vielfalt und AktualitĂ€t des Mittelalters. Festschrift fĂŒr Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag. Bielefeld 2006, S. 695–737, hier: S. 698 (online).
cite-note-4747. ↑ Rainer Möhler: Die ReichsuniversitĂ€t Straßburg 1940–1944. Eine nationalsozialistische MusteruniversitĂ€t zwischen Wissenschaft, Volkstumspolitik und Verbrechen. Stuttgart 2020.
cite-note-4848. ↑ Werner Rösener: Das Max-Planck-Institut fĂŒr Geschichte (1956–2006). FĂŒnfzig Jahre Geschichtsforschung. Göttingen 2014, S. 39.
cite-note-4949. ↑ Vgl. dazu Ursula Wolf: Litteris et patriae. Das Janusgesicht der Historie. Stuttgart 1996, S. 250.
cite-note-5050. ↑ Ursula Wolf: Litteris et patriae. Das Janusgesicht der Historie. Stuttgart 1996, S. 260; Hermann Heimpel: Die Erforschung des deutschen Mittelalters im deutschen Elsaß. In: Straßburger Monatshefte 5 (1941), S. 738–743.
cite-note-5151. ↑ Zitiert nach Ursula Wolf: Litteris et patriae. Das Janusgesicht der Historie. Stuttgart 1996, S. 262. Vgl. auch Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 244.
cite-note-5252. ↑ Hermann Heimpel: Kaiser Friedrich Barbarossa und die Wende der staufischen Zeit. In: Straßburger Monatshefte 6 (1942), S. 413–425.
cite-note-5353. ↑ Hermann Heimpel: Das Verfahren gegen Peter von Hagenbach zu Breisach (1474). In: Zeitschrift fĂŒr die Geschichte des Oberrheins 55 (1942), S. 331–357.
cite-note-5454. ↑ Hermann Heimpel: Karl der KĂŒhne und Deutschland (mit besonderer RĂŒcksicht auf die Trierer Verhandlungen im Herbst des Jahres 1473). In: Elsaß-Lothringisches Jahrbuch 21 (1943), S. 1–54.
cite-note-5555. ↑ Klaus P. Sommer: Eine Frage der Perspektive? Hermann Heimpel und der Nationalsozialismus. In: Tobias Kaiser, Steffen Kaudelka, Matthias Steinbach (Hrsg.): Historisches Denken und gesellschaftlicher Wandel. Studien zur Geschichtswissenschaft zwischen Kaiserreich und deutscher Zweistaatlichkeit. Berlin 2004, S. 199–223, hier: S. 218.
cite-note-5656. ↑ Ewald Grothe: Zwischen Geschichte und Recht. Deutsche Verfassungsgeschichtsschreibung 1900–1970. MĂŒnchen 2005, S. 318; Philipp Gessler: Wolfgang Huber. Ein Leben fĂŒr Protestantismus und Politik. Freiburg 2012, S. 30–34. Siehe dazu auch Christian Heimpel: Bericht ĂŒber einen Dieb. Göttingen 2004.
cite-note-5757. ↑ Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 94.
cite-note-5858. ↑ Besprechung von Fridolin Solleder. In: Historische Zeitschrift 171 (1951), S. 605–607, hier: S. 607. Vgl. dazu auch Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 253 f.
cite-note-5959. ↑ Eingehend befasst sich damit Peter Herde: Die gescheiterte Berufung Hermann Heimpels nach MĂŒnchen (1944–1946). In: Sabine Arend, Daniel Berger, Carola BrĂŒckner u. a. (Hrsg.): Vielfalt und AktualitĂ€t des Mittelalters. Festschrift fĂŒr Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag. Bielefeld 2006, S. 695–737 (online).
cite-note-6060. ↑ Zitiert nach Hartmut Boockmann: Der Historiker Hermann Heimpel. Göttingen 1990, S. 63.
cite-note-6161. ↑ Peter Herde: Die gescheiterte Berufung Hermann Heimpels nach MĂŒnchen (1944–1946). In: Sabine Arend, Daniel Berger, Carola BrĂŒckner u. a. (Hrsg.): Vielfalt und AktualitĂ€t des Mittelalters. Festschrift fĂŒr Wolfgang Petke zum 65. Geburtstag. Bielefeld 2006, S. 695–737, hier: S. 709 (online).
cite-note-6262. ↑ Peter Herde: Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. In: Maria Stuiber, Michele Spadaccini (Hrsg.): Bausteine zur deutschen und italienischen Geschichte. Festschrift zum 70. Geburtstag von Horst Enzensberger. Bamberg 2014, S. 175–218, hier: S. 181 und 208 f. (online).
cite-note-6363. ↑ NiedersĂ€chsisches Hauptstaatsarchiv (StAH), Nds. 171 Hildesheim, Nr. 12667, Entnazifizierungsakte Heimpel. Zitiert nach Klaus-Peter Sommer: Rezension zu: Matthiesen, Michael: Verlorene IdentitĂ€t. Der Historiker Arnold Berney und seine Freiburger Kollegen 1923–1938. Göttingen 1998 / Schulin, Ernst: Hermann Heimpel und die deutsche Nationalgeschichtsschreibung. Heidelberg 1998 / Heimpel, Hermann: Aspekte. Alte und neue Texte. Göttingen 1995 / Duchhardt, Heinz: Arnold Berney (1897–1943). Das Schicksal eines jĂŒdischen Historikers. Köln 1993. In: H-Soz-Kult, 19. Februar 1999, (online).
cite-note-6464. ↑ Heinrich Koller: Nachruf auf Hermann Heimpel. In: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften und der Literatur 40 (1989), S. 96 f., hier: S. 96.
cite-note-6565. ↑ Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 95 mit Anm. 11.
cite-note-6666. ↑ Horst Fuhrmann: Hermann Heimpel und die Monumenta Germaniae Historica. In: In memoriam Hermann Heimpel. Gedenkfeier am 23. Juni 1989 in der Georg-August-UniversitĂ€t. Göttingen 1989, S. 17–24, hier: S. 20.
cite-note-6767. ↑ GĂŒnther Patzig: Gedenkworte des PrĂ€sidenten der Akademie der Wissenschaften Göttingen. In: In memoriam Hermann Heimpel. Gedenkfeier am 23. Juni 1989 in der Georg-August-UniversitĂ€t. Göttingen 1989, S. 12–14, hier: S. 12.
cite-note-6868. ↑ Der Rotarier. Monats-Zeitschrift des 74. Distriktes (Westdeutschland), S. 432.
cite-note-6969. ↑ Hartmut Boockmann: Der Historiker Hermann Heimpel. Göttingen 1990, S. 31.
cite-note-7070. ↑ Zu Heimpels Rolle bei der GrĂŒndung des Instituts vgl. Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 187–209.
cite-note-7171. ↑ Norbert Frei: Im Namen der Deutschen. Die BundesprĂ€sidenten und die NS-Vergangenheit 1949–1994. MĂŒnchen 2023, S. 89–94
cite-note-7272. ↑ Heinz-Georg Marten: Der niedersĂ€chsische Ministersturz. Proteste und Widerstand der Georg-August-UniversitĂ€t Göttingen gegen den Kultusminister SchlĂŒter im Jahre 1955. Göttingen 1987, S. 23.
cite-note-7373. ↑ Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 196.
cite-note-7474. ↑ Marcel vom Lehn: Westdeutsche und italienische Historiker als Intellektuelle? Ihr Umgang mit Nationalsozialismus und Faschismus in den Massenmedien (1943/45–1960). Göttingen 2012, S. 63.
cite-note-7575. ↑ Hermann Heimpel: LiebeserklĂ€rung an die deutsche UniversitĂ€t. Festvortrag anlĂ€ĂŸlich des 35. Fortbildungskurses fĂŒr Ärzte in Regensburg am 14. Oktober 1965. Regensburg 1965.
cite-note-7676. ↑ Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 288; Arnold Esch: Denken und doch Schauen, Schauen und doch Denken. Zum Tode von Hermann Heimpel. In: Deutsche Akademie fĂŒr Sprache und Dichtung, Jahrbuch 1988. Darmstadt 1989, S. 153–158, hier: S. 157.
cite-note-7777. ↑ Zitiert nach Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 288.
cite-note-7878. ↑ Horst Fuhrmann: Hermann Heimpel: 19.9.1901 – 23.12.1988. In: Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1989), S. 204–210, hier: S. 206.
cite-note-7979. ↑ Arnold Esch: „Denken und doch schauen, schauen und doch denken“. Zum Tode von Hermann Heimpel. In: Jahrbuch der Deutschen Akademie fĂŒr Sprache und Dichtung 1988, S. 153–158, hier: S. 157.
cite-note-8080. ↑ Werner Rösener: Das Max-Planck-Institut fĂŒr Geschichte (1956–2006). FĂŒnfzig Jahre Geschichtsforschung. Göttingen u. a. 2014, S. 53.
cite-note-8181. ↑ Irene Crusius: Die Germania Sacra. Stand und Perspektiven eines langfristigen Forschungsprojektes. In: Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters 54 (1996), S. 629–642.
cite-note-8282. ↑ Anne Christine Nagel: Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970. Göttingen 2005, S. 288.
cite-note-8383. ↑ Hans Erich Troje: In memoriam Hermann Heimpel †. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung fĂŒr Rechtsgeschichte. Germanistische Abtheilung 107 (1990), S. 718–723, hier: S. 719.
cite-note-8484. ↑ Besprechung von Paul Uiblein in: Mitteilungen des Instituts fĂŒr Österreichische Geschichtsforschung 93 (1985), S. 470–474, hier: S. 474.
cite-note-8585. ↑ Hermann Heimpel: Königlicher Weihnachtsdienst auf den Konzilien von Konstanz und Basel. In: Norbert Kamp, Joachim Wollasch (Hrsg.): Tradition als historische Kraft. InterdisziplinĂ€re Forschungen zur Geschichte des frĂŒheren Mittelalters. Festschrift Karl Hauck. Berlin 1982, S. 388–411; Hermann Heimpel: Königlicher Weihnachtsdienst im spĂ€teren Mittelalter. In: Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters 39 (1983), S. 131–206 (online); Hermann Heimpel: Königliche Evangeliumslesung bei königlicher Krönung. In: Hubert Mordek (Hrsg.): Aus Kirche und Reich. Studien zu Theologie, Politik und Recht im Mittelalter. Festschrift Friedrich Kempf zu seinem 75. Geburtstag und 50jĂ€hrigen DoktorjubilĂ€um. Sigmaringen 1983, S. 447–459.
cite-note-8686. ↑ Hermann Heimpel: Das deutsche fĂŒnfzehnte Jahrhundert in Krise und Beharrung. In: Die Welt zur Zeit des Konstanzer Konzils. Reichenau-VortrĂ€ge im Herbst 1964. Konstanz 1965, S. 9–29 (online).
cite-note-8787. ↑ Heribert MĂŒller, Johannes Helmrath: Zur EinfĂŒhrung. In: Dies. (Hrsg.): Die Konzilien von Pisa, Konstanz und Basel. Ostfildern 2007, S. 9–29, hier: S. 9 (online).
cite-note-8888. ↑ Hartmut Boockmann, Heinrich Dormeier: Konzilien, Kirchen- und Reichsreform 1410–1495. Stuttgart 2005, S. 21.
cite-note-8989. ↑ Hermann Heimpel: Deutschland im spĂ€teren Mittelalter. In: Otto Brandt, Arnold Oskar Meyer, Leo Just (Hrsg.): Handbuch der Deutschen Geschichte. Bd. 1. Konstanz 1957, S. 1–159, hier: S. 2.
cite-note-9090. ↑ Horst Fuhrmann: Menschen und Meriten. Eine persönliche Portraitgalerie. MĂŒnchen 2001, S. 276.
cite-note-9191. ↑ Hermann Heimpel: Deutschlands Mittelalter – Deutschlands Schicksal. Zwei Reden von Hermann Heimpel. 2., unverĂ€nderte Auflage 1935, S. 5 f.
cite-note-9292. ↑ Hermann Heimpel: Canossa. In: Ders. (Hrsg.): Vier Kapitel aus der deutschen Geschichte. Festgabe zum 225jĂ€hrigen Bestehen des Verlages am 13. Februar 1960. Göttingen 1960, S. 27–46, hier: S. 42.
cite-note-9393. ↑ Gerd Althoff: Das Mittelalterbild der Deutschen vor und nach 1945. Eine Skizze. In: Paul-Joachim Heinig (Hrsg.): Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift fĂŒr Peter Moraw. Berlin 2000, S. 731–749; Gerd Althoff: Das ottonische Reich als regnum Francorum? In: Joachim Ehlers (Hrsg.): Deutschland und der Westen Europas. Stuttgart 2002, S. 235–261, bes. S. 239 ff.
cite-note-9494. ↑ Vgl. u. a. Karl Richard Ganzer: Das Reich als europĂ€ische Ordnungsmacht. Hamburg 1941.
cite-note-9595. ↑ Otto Gerhard Oexle: „Zusammenarbeit mit Baal“. Über die MentalitĂ€ten deutscher Geisteswissenschaftler 1933 – und nach 1945. In: Historische Anthropologie 8 (2000), S. 1–27, hier: S. 24.
cite-note-9696. ↑ Zitiert nach Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 244.
cite-note-9797. ↑ Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 245.
cite-note-9898. ↑ Otto Gerhard Oexle: Von der völkischen Geschichte zur modernen Sozialgeschichte. In: Heinz Duchhardt, Gerhard May (Hrsg.): Geschichtswissenschaft um 1950. Mainz 2002, S. 1–36, hier: S. 30. Otto Gerhard Oexle: Die Fragen der Emigranten. In: Winfried Schulze, Otto Gerhard Oexle (Hrsg.): Deutsche Historiker im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main 1999, S. 51–62, hier: S. 57 f.
cite-note-9999. ↑ Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 241 ff.; Michael Kohlstruck: Zwischen Erinnerung und Geschichte. Der Nationalsozialismus und die jungen Deutschen. Berlin 1997, S. 14 f.
cite-note-100100. ↑ Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 252.
cite-note-101101. ↑ Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 249. Hermann Heimpel: Neujahr 1956. In: Ders.: Kapitulation vor der Geschichte? Gedanken zur Zeit. 3. Auflage. Göttingen 1960, S. 108–113.
cite-note-102102. ↑ Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 269.
cite-note-103103. ↑ Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 251.
cite-note-104104. ↑ Hermann Heimpel: Gegenwartsaufgaben der Geschichtswissenschaft. In: Ders.: Kapitulation vor der Geschichte? Gedanken zur Zeit. 3. Auflage. Göttingen 1960, S. 45–67.
cite-note-105105. ↑ Zitiert nach Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 263. Vgl. auch Michael Kohlstruck: Zwischen Erinnerung und Geschichte. Der Nationalsozialismus und die jungen Deutschen. Berlin 1997, S. 14 f.
cite-note-106106. ↑ Vgl. dazu Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 263.
cite-note-107107. ↑ Festschrift fĂŒr Hermann Heimpel zum 70. Geburtstag am 19. September 1971. 3 Bde. Göttingen 1971/72.
cite-note-108108. ↑ Frank Rexroth: Geschichte schreiben im Zeitalter der Extreme. Die Göttinger Historiker Percy Ernst Schramm, Hermann Heimpel und Alfred Heuß. In: Christian Starck, Kurt Schönhammer (Hrsg.): Sie befruchtet und ziert. Die Geschichte der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Berlin u. a. 2013, S. 265–299, hier: S. 269. Arnold Esch: Denken und doch Schauen, Schauen und doch Denken. Zum Tode von Hermann Heimpel. In: Deutsche Akademie fĂŒr Sprache und Dichtung, Jahrbuch 1988. Darmstadt 1989, S. 153–158, hier: S. 156.
cite-note-109109. ↑ Stephanie Kluge: KontinuitĂ€t oder Wandel? Zur Bewertung hochmittelalterlicher Königsherrschaft durch die frĂŒhe bundesrepublikanische MediĂ€vistik. In: FrĂŒhmittelalterliche Studien 48 (2014), S. 39–120.
cite-note-110110. ↑ Walther Kienast: Deutschland und Frankreich in der Kaiserzeit (900–1270). Weltkaiser und Einzelkönige. 3 Bde., Stuttgart 1974/75, S. 253, Anm. 612. Vgl. dazu Gerd Althoff: Das hochmittelalterliche Königtum. Akzente einer unabgeschlossenen Neubewertung. In: FrĂŒhmittelalterliche Studien 45 (2011), S. 77–98, hier: S. 81, Anm. 14.
cite-note-111111. ↑ Gerd Althoff: Das hochmittelalterliche Königtum. Akzente einer unabgeschlossenen Neubewertung. In: FrĂŒhmittelalterliche Studien 45 (2011), S. 77–98.
cite-note-112112. ↑ Bernd SchneidmĂŒller: Konsensuale Herrschaft. Ein Essay ĂŒber Formen und Konzepte politischer Ordnung im Mittelalter. In: Paul-Joachim Heinig (Hrsg.): Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift fĂŒr Peter Moraw. Berlin 2000, S. 53–87.
cite-note-113113. ↑ Klaus P. Sommer: Zum 100. Geburtstag von Hermann Heimpel am Mittwoch den 19.9.2001; Klaus Graf: Zum 100. Geburtstag von Hermann Heimpel am Mittwoch den 19.9.2001.
cite-note-114114. ↑ Patrick Bahners: Die Zeit, in der nicht tot zu sein ein Vorwurf ist. Geschichte mit prophetischem HintergrundgerĂ€usch. Zum hundertsten Geburtstag des Historikers Hermann Heimpel. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. September 2001, Nr. 221, S. 1.
cite-note-115115. ↑ Werner Paravicini: Zwischen Bewunderung und Verachtung. Französische und deutsche MediĂ€vistik seit dem letzten Kriege. In: Peter Moraw, Rudolf Schieffer (Hrsg.): Die deutschsprachige MediĂ€vistik im 20. Jahrhundert. Ostfildern 2005, S. 175–230, hier: S. 197.
cite-note-116116. ↑ Vgl. dazu Werner Rösener: Das Max-Planck-Institut fĂŒr Geschichte (1956–2006). FĂŒnfzig Jahre Geschichtsforschung. Göttingen u. a. 2014, S. 149–159.
cite-note-117117. ↑ Hartmut Boockmann: Der Historiker Hermann Heimpel. Göttingen 1990, S. 53 und 59. Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung. Göttingen 2003, S. 242.
cite-note-118118. ↑ Hartmut Boockmann: Der Historiker Hermann Heimpel. Göttingen 1990, S. 16.
cite-note-119119. ↑ Peter Schöttler: Die historische 'Westforschung' zwischen 'Abwehrkampf' und territorialer Offensive. In: Ders. (Hrsg.): Geschichtsschreibung als Legitimationswissenschaft 1918–1945. Frankfurt am Main 1997, S. 204–261, hier: S. 251.
cite-note-120120. ↑ Die VortrĂ€ge und DiskussionsbeitrĂ€ge der Sektion ĂŒber Historiker im Nationalsozialismus in: Winfried Schulze, Otto Gerhard Oexle (Hrsg.): Deutsche Historiker im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main 1999.
cite-note-121121. ↑ Winfried Schulze, Gerd Helm, Thomas Ott: Deutsche Historiker im Nationalsozialismus. Beobachtungen und Überlegungen zu einer Debatte. In: Winfried Schulze, Otto Gerhard Oexle (Hrsg.): Deutsche Historiker im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main 1999, S. 11–48, hier: S. 21.
cite-note-122122. ↑ Pierre Racine: Hermann Heimpel á Strasbourg. In: Winfried Schulze, Otto Gerhard Oexle (Hrsg.): Deutsche Historiker im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main 1999, S. 142–158.
cite-note-123123. ↑ Winfried Schulze, Gerd Helm, Thomas Ott: Deutsche Historiker im Nationalsozialismus. Beobachtungen und Überlegungen zu einer Debatte. In: Winfried Schulze, Otto Gerhard Oexle (Hrsg.): Deutsche Historiker im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main 1999, S. 11–48, hier: S. 20.
cite-note-124124. ↑ Arnold Esch: Über Hermann Heimpel. In: Winfried Schulze, Otto Gerhard Oexle (Hrsg.): Deutsche Historiker im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main 1999, S. 159–160.
cite-note-125125. ↑ Aspekte. Alte und neue Texte. Hrsg. von Sabine KrĂŒger. Göttingen 1995.
cite-note-126126. ↑ Ursula Wolf: Litteris et patriae. Das Janusgesicht der Historie. Stuttgart 1996, S. 251.
cite-note-127127. ↑ Michael Matthiesen: Verlorene IdentitĂ€t. Der Historiker Arnold Berney und seine Freiburger Kollegen 1923–1938. Göttingen 1998, S. 9.
cite-note-128128. ↑ Helmut Heiber: UniversitĂ€t unterm Hakenkreuz. Teil 1: Der Professor im Dritten Reich. Bilder aus der akademischen Provinz. MĂŒnchen 1991, S. 370.
cite-note-129129. ↑ Otto Gerhard Oexle: ‚Staat‘ – ‚Kultur‘ – ‚Volk‘. Deutsche Mittelalterhistoriker auf der Suche nach der historischen Wirklichkeit 1918–1945. In: Peter Moraw, Rudolf Schieffer (Hrsg.): Die deutschsprachige MediĂ€vistik im 20. Jahrhundert. Ostfildern 2005, S. 63–101, hier: S. 79.